Safiental Camp

Die Wahl des Safientals als Skitouren-Camp war weissgoldrichtig. Durch dichten Nebel schlängelt sich die Strasse hoch über der Rabiusa immer weiter in das langestreckte Hochtal der Walser hinein.

Tourero Safiental-Camp010b

In Chur im Nebel gestartet, fragen wir uns, was uns wohl empfängt? Schnee hat es genug, fehlt nur noch etwas Sonne an diesem Freitag Nachmittag. Prompt durchstossen wir in Thalkirch das zähe Grau und wähnen uns dem Paradies etwas näher; im Safiental.

Tourero Safiental-Camp009 Tourero Safiental-Camp010 Tourero Safiental-Camp011b Tourero Safiental-Camp010b Tourero Safiental-Camp010a

Die Minus 9 Grad fallen nicht ins Gewicht. Vorfreude wärmt den Körper. Die ersten Schritte zum Strätscherhorn erhöhen bald die Temperatur. Erstaunt sind wir nur, dass die weiten Hänge praktisch unverziert sind – wir lassen uns nicht zweimal bitten.

Was für ein Blick auf das Nebelmeer, das sich weit ins Safiental hineingewagt hat.

Tourero Safiental-Camp014b Tourero Safiental-Camp014a

Die Abfahrt lässt es erstmals stieben und der Puls pocht vor Freude. Was für ein Auftakt. Der Ausklang gebührt an der Munggä-Bar unserer Camaner-Lotsch. Der Samstag Morgen präsentiert sich im Festtagskleid. Nichts wie raus aus den Federn und rein in den reichlichen Pulverschnee.

Tourero Safiental-Camp015 Tourero Safiental-Camp018

Unser Tällihorn sonnt sich bereits, während die ersten Kehren noch im Schatten knirschen. Sonne. Wellness für die Seele, wärmt sie das Gemüt und gibt Mumm für den weiteren Aufstieg in der herrlichen Bergwelt.

Tourero Safiental-Camp019

Die Aussicht schweift weit über das Safiental hinaus. Tödi, Oberalpstock, Piz Tambo und der ganze Rätikon zeigen sich monumental am Horizont. Auch das Bärenhorn wurde heute bestiegen. Und im Valsertal throhnen weitere, lohnende Skiberge. Ein herzhafter Biss in das Gipfelbrötli, ein Schluck Tee aus einheimischen Kräutern, den Rucksack angezurrt, stechen wir in die Abfahrt.

Tourero Safiental-Camp024

Tourero Safiental-Camp032

Wir haben die Abfahrt perfekt erwischt. Und schwingen endlos ins Tal. Ein Blick zurück sei erlaubt.

Tourero Safiental-Camp034

Die Pause haben wir uns bis zu unserer herrlichen Unterkunft, dem Hotel Camana, aufgespart. Hier geniessen wir wohlbesonnt die Rast und ergeben uns den hausgemachten Spezialitäten von Michèle & Toni. Safier Salsiz, Gerstensuppe und ein frischer Zwetschgenkuchen locken.

Tourero Safiental-Camp034a Tourero Safiental-Camp036 Tourero Safiental-Camp035

Das Marenghin der Flimser-Brauerei ist nicht nur Dekoration. Am besten schmeckt es im Hot Pot mit Blick auf die abendlich besonnten Nachbarn Bruschghorn und Piz Beverin.

Tourero Safiental-Camp039

In allen Farben überzeugt die Flimser Brauerei. Nach einem Raclette Safiental AOC mit virtuosen und feinsten Käsevariationen aus dem Keller von Grossalp-Senn und Käser Toni und edlen Barrique-Tropfen vom Walensee, fallen wir müde und zufrieden in die Decken.

Tourero Safiental-Camp040a

Für einmal traf der Wetterbericht zu. Der blaue Himmel verabschiedete sich rasch und machte den Schneeflocken platz, die zum Tanze ansetzten. Wir liessen uns nicht abhalten, fellten an und visierten durch Flockentanz und Nebel den Dreihirtenstein am Camander Grat an. Kein einfaches Unterfangen.

Bitterkalt empfängt uns die Bise auf dem Grat. Wir sind alle um Jahre gealtert bzw. temporär weiss verziert. Lange rasten wir nicht. Um den Kachelofen in der Camaner Lotsch ist es gemütlicher.

Tourero Safiental-Camp045 Tourero Safiental-Camp044

Die Abfahrt ist besser als erwartet und wiederum finden wir unverspurtes Gelände und reichlich Pulver.

Tourero Safiental-Camp049 Tourero Safiental-Camp047

Der Einkehrschwung führt direkt in die Camaner-Stube zu den duftenden Alpschwein-Wienerli und einer herzhaft wärmenden Gerstensuppe. Danke Michèle & Toni für die warme, herzhafte Gastfreundschaft im Hotel Camana im wohltuenden Safiental. So riskiert ihr ein Wiedersehen mit Martin, Jürg, Bruno, Oli & René.

2 Kommentare zu “Safiental Camp

  1. Danke Bruno, das freut den Tourero. Eine feine Gruppe, wie der Barrique-Tropfen. Bis zum nächsten Streich mit Gruss, René

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.