Val Roya mon amour

Incroyable, inoubliable, phantastique, merveilleux, chalereux, gourmand, exceptionnel… t’es beau mon Val Roya! So tönt eine Liebeserklärung an ein Tal, gut versteckt hinter der mondänen Cote d’Azur, das nicht nur Mountainbiker verzaubert. Die historischen Felszeichnungen im Vallée des Merveilles am Mont Bego belegen, dass dieses Tal schon zu Urzeiten bewohnt war. Heute geben die historischen Verbindungswege Stoff für eine Liebeserklärung aus Sicht der VTT’istes. Vive le Roya!

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Wenn Lukas Stöckli zur Aufwärmrunde lädt und man nach der kurzen Trailtour das Gefühl nicht los wird, dass es schwer werde, noch bessere Trails aufzuspüren, kennt den Trailscout nicht. Über drei Jahre investierte mein Partner Luc Stöckli, um im französischen Val Roya die besten Trails aufzuspüren und als Gesamtkunstwerk zu einer Bikewoche in ein Doppelcamp mit mir als www.tourero.ch zu verflechten.

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Auch kulinarisch sind wir in Frankreich angekommen. Chaque soirée tischt uns Jean-Jacques regionale Spezialitäten auf… „Tourte Brigasque“,  „Tourte Niçoise“ uvm. er lässt keine Wünsche offen. Kaum zu glauben, dass in unserem mittelalterlichen Dorf früher über 4000 Bewohner hausten, in diesen engen, verwinkelten Gassen.

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Unsere Trailsafari beinhaltet auch den berühmten Ligurischen Grenzkamm, der bei guter Sicht die Côte d’Azur mit Nizza und Ventimiglia am Horizont aufblitzen lässt. Das Wetter ist uns hold, royal. Die Schweisstropfen markieren unseren Aufstieg und schon bald biegen wir in den ersten single, en montant; ouf.

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Zwischen den Serpentinen steigen uns die Düfte von wildem Thymian und Lavendel in die Nase. Ah c’est beau! Endlos schlängelt sich le single talwärts. Ob wir heute gar noch am Meerufer stehen? Zumindest der Urwald mit den über 30 Spitzkehren versprüht einen Hauch Exotik.

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Wir tauchen ein, nicht ins Mittelmeer sondern in eine cite médieval, ein mittelalterliches Dorf, dass an einem Flessporn klebt. Gut geschützt vor den Sarazenen, die vor Jahrhunderten über das Meer einfielen und die Dörfer plünderten. So zogen sich die Talbewohner weit zurück und bauten ihre Dörfer an gut geschützten Hanglagen. Den beschwerlichen Zustieg nahmen sie in Kauf und wir profitieren aujourd’hui von singles extraordinaires, welche diese villages miteinander verbinden.

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Auch unsere Trailpirsch gibt Durst. Rechtzeitig entdecken wir ein Bistro. Un Perrier, trois Orangina et une Bière panaché… est encore, encore, encore une fois. Le résultat: le bistro hat keine Getränke mehr und wir keinen Durst. Weiter geht die wilde Fahrt.

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Ein Abstecher ins Vallé des Merveilles darf es sein. Ganz zu hinterst sollen sich die sagenhaften Felszeichnungnen befinden, les gravures du mont bego. Ganz so weit stossen wir dann nicht vor, unsere Felszeichnungen sind schmale Linien auf der Karte, teils auch etwas ausgesetzt.

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Die Gegensätze könnten nicht grösser sein. Auf Fels folgt flauschiger Waldboden und ein Spitzkehrentrail der Extraklasse direkt ins bistro zu unserem ami Jean-Marc. Er fuchtelt ganz wild, als es nach der obligaten Orangina, Perrier und Coca Bestellung um die Trails geht. Ein Kenner und Könner wie wir une demi heure plus tard feststellen. Unsere Val Roya Karte wurde von sagenhaften Gravuren überzogen. Jean-Marc’s Geheimtrails.

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Beruhigt genehmigen wir uns abends den verdienten Apéro mit cacahuettes, die Jürg in der épicerie erstanden hat. Auch die Waden können wir im nahen Bach kühlen, damit wir wieder frisch für weitere Trailabenteuer sind. Es soll ein Klassiker auf uns warten. Über 45 nummerierte Kehren führen uns in die Höhe. Die von Napoleon Bonaparte gebaute Strasse gehört ins Palmarès jedes Bikers. Für uns bergwärts, nachdem wir mit etwas Verhandlungsgeschick den Torschluss an der Baustelle vermeiden konnten. Trop dommage.

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Was sich uns nun eröffnet, sprengt alle Grenzen. Für einmal spüren wir die Höhenmeter kaum, so zart schmiegt sich der tende unter unsere Stollen. Im 1. Weltkrieg ging es hier weniger friedlich zu. Dunkel liegen die Schatten über den Ruinen der Forts, die mit Strässchen verbunden sind. Unsere Startrampe pour les meilleures singles – royal!

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Etwas verspielt eröffnet ein knackiger Einstieg eine Trailabfahrt comme un rève. Doch schon bald empfängt uns sattes Gras, eine wilde Blumenpracht und ein sanfter Waldbodentrail… fast bis ins Tal.

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Unersättlich kurbeln wir am nächsten Tag bereits wieder berghoch. Von felsigen Kammtrails war die Rede beim vorabendlichen Briefing. Auch MeteoFrance àlias Tourero René konnte wiederum von schönstem Wetter in den Alpes Maritimes berichten.

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Kaum zu glauben, dass wir immer noch im selben Tal sind. Die Szenerie erinnert eher an Winnetou und dessen vor kurzem verstorbenen Darsteller Pierre Brice, un français. Single berwärts. Wir mobilisieren alle Kräfte, um diesen Wahnsinnstrail im Sattel zu galoppieren, ganz wie unser Vorbild. Das einzige Übel sind die Fliegen- und Bremsen-Schwärme. Selbst Sigis Glücksbringer wird nicht verschont.

Fast endlos ist le single und die bellevue ebenfalls. Unserem Erfolgsrezept bleiben wir treu. Nach jeder Tour direkt zum apéro in den schmucken Gassen de notre village. Erwähnt sei auch, dass wir es in dieser Woche mit der Selection-Gruppe geschafft haben, drei Bistros trocken zu legen und Rekordumsätze ermöglichten. A votre santé!

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Extraordinaire, géniale, inoubliable… Prädikate die auch am letzten Abend zutreffen als Luc und ich aus Platzmangel kurzerhand ein Freiluftkino eröffneten und am herrlichsten Abend die besten Szenen in Bildform an der Leinwand aufleben liessen. Auch die Sterne haben uns zugezwinkert. Au revoir, mes amies en 2016.

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Wer ebenfalls vom Val Roya verzaubert werden will und in den Genuss der Guides Luki und René kommen will, kann sich bereits jetzt anmelden. Vom 18. – 25. Juni 2016 findet das Doppelcamp im Val Roya erneut statt.

Für weitere bildliche Leckerbissen sorgt die Bildergallery MTB-Camp VAL ROYA 2015.

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