Première STOLL TOURERO T1 029

Gestattet? Meine Name ist STOLL TOURERO T1 029. Vor kurzem habe ich das grelle Licht der Trailwelt erblickt. In Deutschland von Hand aufbereitet, ist mein stabiles Carbon-Gerippe dem Backofen entschlüpft. Im schaffhausischen Osterfingen wurde ich von meinem Vater Thomas Stoll liebevoll grossgezogen und mit edlen Parts bestückt. Obwohl mir der Laufsteg fremd ist, höre ich es nicht ungern, als holde Schönheit betitelt zu werden.

Doch eigentlich sind es meine inneren Werte, welche den Unterschied ausmachen. Am wohlsten ist es mir nämlich im Gelände, bin ich doch eine echte Trailgeburt.

Ski- oder Bike-Tour?

Was macht der TOURERO, wenn er sich nicht entscheiden kann, ob er nun eine Ski- oder Biketour unternehmen soll? Er packt beides in den Kofferraum und steuert das TOURERO-Mobil vollgepackt mit Material und Ausrüstung in Richtung seines geliebten Wallis, wo kürzlich nochmals viel Pulverschnee gefallen ist und doch die ersten Trails schneefrei sein sollen.

Raclettegespräche

Zwischen dem sechsten oder achten Raclette-Abstrich und edlem Fendant-Genuss sind wir uns rasch einig. Bei diesen Prachtsverhältnissen lockt die Skitour. Wir, das sind mes amis valaisans Georges-Alain und Jean-Daniel, mon fiduciaire und ein exzellenter vigneron aus Chamoson.

Auf den Spuren der Valais Supertrails

Die fordernde Lawinensituation führt uns durch sicheres Gelände. Das Klacken unserer Bindungen wird immer wieder unterbrochen. Wir bestaunen die vielen, rassigen Skigipfel in dieser Unterwalliser Bergwelt. Jean-Daniel hat fast Jeden bestiegen und kennt die besten Abfahrten par coeur. Für mich etwas Besonderes, auch deshalb, weil ich vor einem halben Jahr mit meinen Bikefreund/innen während dem Valais Supertrails-Camp genau durch diese Gegend gecruist bin und die Tour punktgenau im Weingut von Jean-Daniel gipfelte.

Im Abfahrtsrausch zur Doublette

Es ist schon erhaben. Durch unverspurte Pulverschnee-Hänge zu zischen, vorbei an lichten Lärchen mit Blick auf die Viertausender Dent Blanche, Matterhorn, Zinalrothorn und Grand Combin. Dazu gesellt sich der breite Talboden und die smaragdgrüne Rhone. Unsere Pulverfahrt endet erst vor der Sonnenterrasse eines In-Lokales. Und da reibe ich mir als Glarner die Augen. Tourenskifahrer als Zielgruppe! Happy-hour für all jene, welche zwischen 14-17 Uhr mit einem Barryvox-Gerät ausgerüstet, einkehren. Es gibt ein zweites Getränk offeriert. Auf unseren Durst warten so zwei grosse choppes de bières, pro Person. Das gibt’s nur im Wallis. Das LVS zu Hause lassen, würde gleich doppelt bestraft.

Die Première des T1 029

Noch vor dem Sonnenaufgang bin ich gestartet. Die Vorfreude auf das heutige Ereignis liess mich früh aus dem Bett kullern. Heute gilt meine Aufmerksamkeit dem STOLL TOURERO T1 029. Die erste Ausfahrt mit meinem nigel-nagel-neuen Trailbike steht kurz bevor.

Walliser Supertrails zum Auftakt

Ehrensache, dass der roll-out im Wallis über die Bühne geht. Führen doch im 2017 gleich mehrere TOURERO-Touren durch diesen faszinierenden Kanton und über dessen Supertrails. Land und Leute sind mir seit 25 Jahren ans Herz gewachsen, durch meinen Sprachaufenthalt am Lac Léman. Ich kann es kaum erwarten. Nur die Minusgrade lassen mich Gedulden, bis die Morgensonne das Tal und die Hänge wärmt. Der Schnee reicht noch sehr tief ins Tal. Hochhinaus geht es wohl nicht, denke ich mir.

Die inneren Werte verzücken

Schon beim ersten Pedaltritt spüre ich den Unterschied zum STOLL Prototypen, den ich die ganze letzte Saison fuhr. Es geht noch mehr vorwärts, ringer bergwärts behend über steile Stufen und schmale Gässchen. Das T1 029 klettert ausgezeichnet und inzwischen auch mein Puls. Trage ich doch immer noch die Skitouren-Kleider. Mein Jauchzer durchbricht die morgendliche Stille…

Einfach durchgebrannt

Obwohl bereits auf 700 Meter erste Schneeflecken trotzen, brennt mein Temperament durch. Vorbei an einem abgestellten Schneetöff, klettere ich bald auf geschlossener Schneedecke bergwärts, immer höher. Das Fahrwerk macht keinen Mucks, die Pneus greifen in den Schnee und obwohl das Strässchen extrem steil ist, erklimme ich den Kulminationspunkt, ohne einen Fuss auf den Boden setzen zu müssen. Im Sattel! Der STOLL-Effekt.

Abfahrtsfreu(n)de

Die Abfahrtsqualitäten? Wie fährt es sich, das STOLL T1 029? Kann ein guter Kletterer auch in der Abfahrt überzeugen? Reichen dafür 130mm Federweg? Gibt es sie doch, die Eier legende… Bewusst verzichte ich darauf, meine Einschätzung in die Tasten zu tippen, sie könnte ja Blau gefärbt sein. Nur soviel; macht Euch selber ein Bild vom neuen STOLL Bike. Erlebe das STOLL-Bike live auf einer Testfahrt.

So viel dann doch: Erstmals seit meinem letztjährigen, schweren und komplexen Schlüsselbeinbruch habe ich die Abfahrtsfreude zurück gewonnen. Die Blockade ist weg! Der STOLL-Effekt?

Bildergallery

Kommentar zu “Première STOLL TOURERO T1 029

  1. Die technische Qualifikation von René für das T1 Stoll-Bike
    ist wahrheitsgetreu und ich darf es gerne aus meiner Sicht bestätigen.
    Darüber hinaus ist es für mich jedes mal eine riesige Freude
    das SUPER schöne Bike an der frischen Luft zu bewegen.

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