Dem Tourero lüpft’s den Deckel

Lange wurde getüftelt, probiert, abgewägt. Gerüchte kursierten schon länger. Die Idee wieder verworfen. Für einmal rauchte nicht das Büro Tourero im Glarnerland. Es dampft ganz ordentlich. Tatort: ein unscheinbarer Gewölbekeller im Sottoceneri, Val Colla. Gut versteckt, abgeschieden hinter Weinreben, am Hang angeschmiegt. Hundegebell.

Der Nebel lichtet sich. Luca rührt kräftig um, assistiert von Nichte Sueli und Neffe Mory, der nächsten Bike-Generation. Bis zum Genuss braucht es Ruhe, Geduld und Vorfreude. Die Geburtsstunde des „LA TOURERO birra artiganale da sonvico“, ein echtes Tessiner-Familienprodukt mit viel esprit Glaronese.

Ein grosser Moment. Die Auslieferung der ersten Serie im Glarnerland. Stolz präsentiert mir mein Schwager und Micro-Brauer Luca die erste Holzkiste „LA TOURERO uno“, den esprit tourero in seiner reinsten Form, sinnlich verpackt in die traditionelle, geschwungene Glas-Flasche mit Bügel-Verschluss. Insider wissen, dass der Tourero noch etwas „auszubügeln“ hat. Eine andere Geschichte.

Bleiben noch drei Fragen. Wie der erste Sud schmeckt? Darüber schweigen sich Tourero und Brauer Luca aus. Selbst die Appenzeller sind gesprächiger. Bleibt die Frage, wo man den primeur geniessen und Drittens, ob gar Flaschen bestellt werden können?

La misère folgt sogleich. „LA TOURERO“ kann käuflich nirgends erworben werden. Es wartet geduldig, bis es nach einer prickelnden Tour das Erlebte auffrischen darf und in geselliger Runde genossen werden kann, am besten dann, wenn es allen den Deckel gelupft hat.

Viva „LA TOURERO uno“ birra artiganale da sonvico!

2 Kommentare zu “Dem Tourero lüpft’s den Deckel

  1. Lieber Rotscher

    Ein weiterer Grund für eine gemeinsame Biketour… ich freue mich!

    Gruss aus Glaronia, René

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